„Vom Wort zum Symbol“ – Dennis Buchberger siegt bei „Jugend forscht“ trotz 2. Platz

„Vom Wort zum Symbol“ – so titelte am Donnerstag, den 16. Februar 2012 noch die Neue Osnabrücker Zeitung als sie das Projekt von Dennis Buchberger, 9K1, für „Jugend forscht“ vorstellte. Da machte sich Dennis bereits mit seiner Betreuerin auf den Weg nach Lingen, um am Regionalwettbewerb unter dem diesjährigen Motto „Uns gefällt, was Du im Kopf hast“ teilzunehmen.

Dennis hat im Laufe eines Schuljahres in der Chemie-AG „Fit für Jugend forscht Co.“ ein Programm entwickelt, das chemische Reaktionsgleichungen aus der Wortgleichung direkt in die chemische Symbolschreibweise umformen kann. Gibt man etwa die Gleichung „Wasserstoff + Sauerstoff -> Wasser“ ein, so spuckt der Computer wenige Augenblicke später die Gleichung „2H2 + O2 -> 2H2O“ aus. Die Idee war nun so weit ausgereift und das Programm – nach einigen Rückschlägen und unvorhergesehen Schwierigkeiten – so weit entwickelt, dass Dennis im Wettbewerb „Jugend forscht“ in der Sparte „Mathematik / Informatik“ gegen andere starke Konkurrenten von anderen Schulen aus der Region Weser/Ems antreten wollte.

In Lingen eingetroffen, wurde Dennis gleich zu seinem Stand geführt, an dem er wenige Stunden später seine Arbeit vor einer Jury präsentieren sollte. Doch bevor die Jury eintraf, um Dennis noch einmal gehörig „auf den Zahn“ zu fühlen, gab es noch ausreichend Zeit, die anderen Teilnehmer zu beschnuppern. Es gab unter den Teilnehmern (insgesamt waren ca. 83 Projekte vertreten) allerdings überhaupt kein Konkurrenzdenken – ganz im Gegenteil – alle schauten sich interessiert die Projekte der anderen Teilnehmer an und wünschten sich gegenseitig viel Glück! Einige Schüler zeigten sich bereits begeistert von Dennis’ Programm und baten ihn sogleich, das Programm auf ihren „Stick“ ziehen zu dürfen.



 
Gegen 11:00 Uhr wurde es dann ernst für die Teilnehmer. Alle Betreuer mussten den Bereich der Stände verlassen, damit die Jury ungehindert ihre Fragen an die jeweiligen Teilnehmer des Wettbewerbs stellen konnte und sich noch einmal ganz genau das Projekt erklären lassen konnte. Hier zeigte sich: es kommt nicht nur auf die Arbeit an sich an, sondern auch auf eine ansehnliche Präsentation. Die Jury hatte sich übrigens im Vorfeld intensiv mit der Arbeit auseinandergesetzt, da jeder Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung seines Forscherprojekts abgeben musste.

Gegen 17:00Uhr ging man dann über zum gemütlichen Teil: Alle Teilnehmer und Betreuer gingen, natürlich auf Kosten der Veranstalter, eine Runde bowlen. Im Anschluss daran wurden alle mit dem Bus zur Jugendherberge Lingen gefahren, wo ein leckeres, ausgiebiges Abendessen eingenommen wurde. Hier konnten sich die Teilnehmer weiter austauschen und fachsimpelten bis tief in den Abend hinein. Für manche war die Nacht wohl etwas kurz geraten.

Der nächste Vormittag war dann für die Öffentlichkeit bestimmt. Zahlreiche interessierte Eltern, Schüler, Journalisten etc. kamen, um die einzelnen Projekte zu begutachten und sich diese von den Teilnehmern genau erklären zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt standen die Platzierungen in den einzelnen Sparten übrigens schon längst fest!

Aber erst um 14 Uhr begann die Siegerehrung. Zahlreiche Vertreter der Presse, der Wirtschaft und der Politik waren vertreten, um die Sieger zu ehren.
Der Wettbewerb gliedert sich zunächst in den Bereich „Schüler experimentieren“ für Teilnehmer bis 14 Jahre und „Jugend forscht“ für Schüler ab 15 Jahre. Innerhalb dieser Sparten gibt es die Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik. Nur die Sieger der jeweiligen Fachgebiete treten anschließend auf Landesebene gegen die Sieger der anderen Regionen Niedersachsens an. Für die Teilnehmer „Schüler experimentieren“ endet der Wettbewerb in Oldenburg mit der Siegerehrung auf Landesebene. Für die Teilnehmer von „Jugend forscht“ gibt es die Möglichkeit, sich für den Wettbewerb auf Bundesebene zu qualifizieren, wenn man sich gegen die Mitstreiter auf Landesebene durchgesetzt hat.

Für Dennis wurde es erst gegen Ende der Feierstunde richtig spannend als die Sieger aus der Sparte Mathematik/Informatik geehrt wurden. Hier setzte er sich gegen seine Konkurrenten durch, die mit spannenden Projekten überzeugten und wurde in seiner Kategorie als Sieger geehrt!

Die Jury vergab in dieser Kategorie jedoch dieses Mal keinen 1. Platz, sodass Dennis mit dem 2. Platz als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorging. Die Jury wünscht sich ausdrücklich, dass Dennis das Programm im Laufe dieses Jahres weiterentwickelt, um sich bei „Jugend forscht“ 2013 für den Wettbewerb auf Landesebene zu qualifizieren. Die Jury glaubt daran – und alle anderen, die sein Projekt gesehen haben, auch!
Aber nun sagen wir erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, Dennis, für Deinen Sieg bei „Jugend forscht“!

Übrigens: Uns gefällt auch, was DU im Kopf hast! Wenn du eine interessante Idee hast oder auf ein Problem gestoßen bist, das Du unbedingt näher durchleuchten möchtest, dann bist Du in unserer AG herzlich willkommen!
Am Abenteuer „Jugend forscht“ teilzunehmen ist ein Erlebnis, das Du auf keinen Fall verpassen solltest!