Methodenkonzept

  • Zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 werden an zwei Schultagen grundlegende Arbeits- und Lerntechniken im Klassenverband eingeübt (Einführung in das Lernen lernen). Im Mittelpunkt steht hier der Umgang mit der Arbeitszeit, das Organisieren der Hausaufgaben, die sinnvolle Vorbereitung auf Klassenarbeiten sowie Konzentrationsübungen. Als Arbeitsgrundlage dient das Heft „besser lernen - besser konzentrieren“ (s. Anlage).
  • Für folgende Methoden hat die Schule gemäß 4.14 des Erlasses „Die Arbeit in den Jahrgängen 5-10“ ein Fach bestimmt, in dem im Umfang von zehn Wochenstunden die entsprechende Methode eingeübt wird (Beschluss der Gesamtkonferenz vom 7. März 2007):

Methode

Fach

Jahrgang

Umgang mit der Bibliothek

Deutsch

5/6

Textverarbeitung PC

Deutsch

vierstündiger Grundlagenkurs bei Frau Honert; Vertiefung im Fachunterricht

5/6

Anfertigen von Referaten/ Mündlich strukturierter Vortrag

Deutsch

5/6

Versuchsprotokoll

Biologie

5/6

Schülerexperiment

Physik

5/6

Kurzvortrag in Fremdsprache

Englisch

7

Stundenprotokoll

Deutsch

8

Internetrecherche

Politik

9

PC-gestützte Präsentationsverfahren

Erdkunde

8

Tabellenkalkulation

Mathematik

9


Dieser Gesamtkonferenzbeschluss ist Teil des Schulcurriculums des betreffenden Faches.

  • Über die Einübung der Methoden im Fachunterricht hinaus besteht für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oesede die Pflicht, in den Jahrgängen 5-9 in den folgenden Methoden individuelle Lernleistungen zu erbringen (Beschluss der Gesamtkonferenz vom 7. März 2007):

•  Lernplakat, Lernkartei

•  mündliches Kurzreferat mit Visualisierung

•  Internetrecherche

•  Präsentation mittels Computerprogramm

•  Stundenprotokoll

•  Schülerexperiment mit Versuchsprotokoll

•  Kurzvortrag in Fremdsprache

Diese individuellen Lernleistungen können in allen vom Grundsatz dafür geeigneten Fächern erbracht werden. Die von den Fachkonferenzen der die Methoden einübenden Fächer genannten Grundsätze fungieren dabei als Kriterien. Diese werden im folgenden erläutert:

  1.   Lernplakat/ Lernkartei

    Lernplakat: Auf einem großen Bogen werden, um andere zu informieren, in Kurz­fassung zentrale Informationen zu einem Thema übersichtlich darge­stellt. Dabei achtet man auf die sinnvolle Kennzeichnung der wichtigen Inhalte z.B. durch farbige Umrahmungen, verschiedene Stiftfarben, Pfeile und Balken.

    Lernkartei: Mit der Lernkartei können Inhalte vor allem aus den Sprachen in kurze Lerneinheiten aufgeteilt und so aufbereitet werden, dass sie regelmäßig geübt und wiederholt werden können. Die Gestaltung der Lernkartei erfolgt in Absprache mit den Fachlehrern. Die Karten sollen selbständig angefertigt werden.

  2. Mündliches Kurzreferat (5 min) mit Visualisierung

    Ein Kurzreferat ist ein sachlicher Vortrag zu einem gestellten oder selbst gewählten Thema, z. B. eine Buchvorstellung. Da die Zuhörer in der Regel die Informationen noch nicht kennen, muss das Wissen gut struk­turiert und möglichst frei vorgetragen werden. Ein gegliederter Stichwortzettel bzw. auf Karteikarten notierte Stichworte dienen als Hilfestellung. Zur Veranschaulichung bzw. als Gestaltung der Präsentation können Plakate, ein Tafelanschrieb, Folien oder auch mitgebrachte Gegenstände dienen. Die Zuhörer erhalten Gelegenheit zum Nachfragen.
  3. Internetrecherche

    Eine Internetrecherche
    • geht von einem Thema oder einer Fragestellung aus
    • muss mindestens vier Internetadressen berücksichtigen, die im Quellenverzeichnis mit Angabe des Aufrufdatums anzugeben sind
    • bereitet die Informationen aus dem Internet in eigenen Worten auf
    • wird in einer schriftlichen Form vorgelegt
    • soll eine kritische Bewertung der benutzten Quellen enthalten.
  4. Präsentation mittels Computerprogramm

    Um die Bestätigung einer erbrachten Leistung in diesem Feld zu erlangen, müssen die Schüler und Schülerinnen zu einem Thema mithilfe eines Präsentationsprogrammes (z. B. Power­point) einen kurzen Vortrag gestalten. Die Präsentation unterstützt den Vortrag, sie darf ihn nicht ersetzen. Die Schüler nutzen ihre bisherigen Erfahrungen bei der Ausarbeitung von Referaten zur Erstellung von Konzepten und Folien, die auch Graphiken und Bilder enthalten können. Der Schwerpunkt liegt in der sorgfältigen Strukturierung (vgl. Mündlicher Kurzvortrag mit Visualisierung).
  5. Protokoll (Ergebnisprotokoll /Verlaufsprotokoll)

    Protokolle halten den Ablauf und den Inhalt bestimmter Ereignisse oder Vorgänge fest. Die Ergebnisse stehen damit für die spätere Verwertung zur Verfügung.

    Um die Bestätigung einer erbrachten Leistung in diesem Feld zu erlangen, müssen die Schüler und Schülerinnen in einem Unterrichtsprotokoll die wichtigsten Ergebnisse einer Unterrichtsstunde verständlich und in angemessener Sprache zusammen­fassen. Merkmale eines Protokolls sind:
    • Papierformat : DIN A4, einseitig beschriftet, linksbündig (bei Handschrift), Blocksatz (bei PC)
    • Protokollkopf mit den wichtigsten Daten: Ort/Schule, Name der Veranstaltung (Fach, Klasse), Datum, Zeit, Abwesende, Protokollant/-in
    • Thema bzw. Fragestellung der Stunde und Tagesordnung (in Punkten), die sich an den Unterrichtsschritten orientiert
    • Ausführung der Tagesordnungspunkte: Neben den Unterrichtsschritten (z.B. Erarbeitungsphase) werden auch Unterrichtsformen (z.B. Gruppenarbeit), Leitfragen, Zwischenergebnisse sowie Stundenergebnis und Hausaufgabe benannt, sodass der „rote Faden“ der Stunde nachvollziehbar ist.
    • Wichtige Beiträge werden in indirekter Rede wiedergegeben, unwichtige Einzelheiten und Einzelbeiträge werden nicht erwähnt.
    • Tempus des Unterrichtsprotokolls ist das Präsens.
    • Unterschrift der Verfasserin / des Verfassers

  6. Schülerexperiment

    Das Experiment ist zentraler Bestandteil des naturwissenschaftlichen Unterrichts und umfasst neben der eigentlichen Durchführung auch die vorbereitende Planung und sorgfältige Dokumentation in einem Ver­suchs­protokoll. Schüler sollen in einem Schülerexperiment die Schritte des experimentellen Arbeitens eigenständig durchführen.

    Der Unterrichtende entscheidet über die Durchführbarkeit und Beachtung / Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.

    Grundsätze und Kriterien, die bei Schülerexperimenten gelten sollen:

    Die Schülerinnen und Schüler

    • planen den Aufbau des Experimentes.
    • bauen das Experiment möglichst selbständig auf.
    • führen es selbständig durch und fertigen dabei Versuchsnotizen an.
    • werten das Versuchs- oder Messergebnis noch in der Schule oder zu Hause aus und fertigen ein Protokoll des Experimentes an, das dem Lehrer vorgelegt wird.
    • zeigen einen sachgerechten Umgang mit den Experimentiergeräten und Materialien und keine sachlich unbegründete Überängstlichkeit beim Experimentieren.
    • experimentieren zu zweit oder zu dritt arbeitsteilig, wobei jeder seine unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten einbringen kann. Dabei findet sachbezogene Kommunikation im Team statt. Der Ton im Team sollte rücksichtsvoll dem anderen gegenüber sein.

  7. Kurzvortrag in einer Fremdsprache

    Um die Bestätigung einer erbrachten Leistung in diesem Feld zu erlangen, müssen die Schüler und Schülerinnen einen vorbereiteten Vortag von ca. 5-8 Minuten in einer Fremdsprache ihrer Wahl (Englisch ab Klasse 7, Französisch ab Klasse 8) halten. Folgende Aspekte sind zu beachten:

    Die Schülerinnen und Schüler

    • beschaffen sich möglichst eigenständig geeignetes Material für das Referat.
    • bereiten eine kurze Gliederung des Referates vor, die im Vortrag erkennbar werden soll (Einleitung, Hauptteil, Zusammenfassung).
    • fertigen Notizen, Stichwortzettel oder Karteikarten an, die sie beim Vortrag unterstützend einsetzen.
    • erstellen ggf. eine kurze Wortliste mit relevanten Fachbegriffen oder neuem Vokabular, die ein Bestandteil des Vortrags wird.
    • bereiten mindestens ein visuelles Element vor, das das Thema erläutern hilft (z.B. OHP-Folie, Bild, Wandkarten, Realien, Tafelbild o.ä.)

    Jeder Schüler erhält zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 (am Ende des zweiten Methodentages, da zu diesem Zeitpunkt die erste eintragung vorgenommen werden kann) ein Heft, in dem die jeweiligen Fachlehrer den Erwerb der methodischen Lernleistung bestätigen . In diesem Heft werden auch die folgenden im Klassenverband erworbenen Lernleistungen dokumentiert:

    • Einführung in Lernen lernen
    • Textverarbeitung am PC
    • Informationsbesuch Stadtbibliothek

    Die Klassenleiter führen Kontrolllisten , die zu Beginn des Jahrgangs 5 ausgegeben und bei Abgabe der Klasse an den Nachfolger weitergegeben werden.

    Am Ende der Klasse 9 wird die Erfüllung der Auflagen des Methodencurriculums auf dem Zeugnis bescheinigt .

    Rohm, 19.9.07

    Für die Schüler der Jahrgänge 8 und 9 im Schuljahr 2007/08 müssen noch Scheinformulare ausgefüllt werden.