chö Georgsmarienhütte.
Ein gegenseitiges Kennenlernen der afrikanischen und deutschen Kulturen - das ist das Ziel einer jetzt vereinbarten Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Oesede und dem "Seminar zum guten Hirten", einer katholischen Schule in der nigerianischen Stadt Osina.
Der Direktor des nigerianischen Internats, Dr. Hyginus Chigere, stellte gestern einigen Oberstufenschülern und Lehrern des Gymnasiums Oesede seine Schule und das afrikanische Land vor. Chigere ist Priester und jeden Sommer für einige Wochen zu Gast in der Herz-Jesu-Gemeinde in Alt-GMHütte, um dort in Vertretung Gottesdienste zu lesen. Über ihn ist der Kontakt zum Gymnasium entstanden.
Mit einer Diashow veranschaulichte Chigere das (Schul-)Leben in der im Südosten Nigerias gelegenen Stadt Osina. Er ging dabei unter anderem auf den Tagesablauf der rund 400 Schüler, ausschließlich Jungen, zwischen neun und 21 Jahren und die finanziellen Engpässe bei der Ausstattung des Internats ein.
Die Schulpartnerschaft soll sich inhaltlich in das Leitbild des Gymnasiums Oesede einfügen. "Unsere Schüler sollen sich über das Beschäftigen mit der Kultur und dem Schulleben in Nigeria mit ihrer eigenen Schule identifizieren", erläuterte Lehrer Thomas Rohm als Koordinator das Projekt. Über den kulturellen Austausch hinaus möchte das Gymnasium seine Partnerschule finanziell unterstützen, etwa aus dem Erlös von Kollekten in Schulgottesdiensten. Rohm betonte, dass die Partnerschaft kein "einseitiges Geben" bedeute. Auch die Oeseder Schüler sollen über den kulturellen Austausch und schriftlichen Kontakt von dem Projekt profitieren.
Bereits im Vorfeld hatten sich Schüler der Jahrgangsstufe zwölf mit dem afrikanischen Kontinent und dem nigerianischen Staat beschäftigt. Außerdem bereiten Schüler der fünften und sechsten Klassen zurzeit im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft "Kinder in Afrika" einen Projekttag vor, der am Ende des Schuljahres für die beiden Jahrgangsstufen stattfinden soll.
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