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Neue-OZ vom 04. Mai 2010 zum Thema:
Alle Gegner schachmatt gesetzt

Oeseder Schüler holen Meistertitel

stek Georgsmarienhütte.
Selbst beim Pressetermin war die Konzentration dem Schachbrett gewidmet. Stefanie, Patrick, Lukas und Nikita, allesamt Schüler des Gymnasiums Oesede, sind seit dem vergangenen Wochenende Deutsche Meister im Schulschach. Doch auch dieser außergewöhnliche Erfolg bringt die nervenstarken Spieler nicht aus der Ruhe.


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Nachdem sich die Mannschaft erfolgreich durch Kreis-, Bezirks- und Landesvorentscheide gespielt hatte, stand nun am vergangenen Wochenende die Fahrt ins hessische Bad Homburg an. Bei den Deutschen Meisterschaften im Schulschach der Jahrgänge „1995 und jünger“ sollten die vier Schüler ihr Bundesland zum Sieg führen. In sieben Runden, verteilt über drei Tage, traten die jungen Schachspieler gegen die hochkarätige Konkurrenz an. Ergebnis: Die Niedersachsen blieben als einziges Team im gesamten Turnier ungeschlagen. Durch Konzentration, blitzschnelle Auffassungsgabe und Nervenstärke konnte die Mannschaft alle Gegner schachmatt setzen und sich den Titel sichern.

„Ich war vor den einzelnen Partien etwas hibbelig“, gibt die 15-jährige Stefanie zu. Davon merkten ihre Gegner allerdings wenig. „Vor allem Stefanie ist eine sehr aggressive Spielerin“, erklärt Frank Pfeifer. Der Geschichtslehrer betreut die Schach-AGs des Gymnasiums seit fünf Jahren. Das Talent von Patrick, Lukas, Nikita und Stefanie hat er schon früh entdeckt. „Die spielen auf einem höheren Niveau als unsere AG-Mitglieder.“ Kein Wunder, denn alle vier sind aktive Mitglieder in einem Schachverein.
Auf die Frage, was schließlich ausschlaggebend für den Sieg war, sagt Patrick: „Ach, man muss einfach die Nerven bewahren.“ Gar nicht so einfach, wenn die Uhr tickt und der Gegner schon den nächsten Zug plant. Das Wichtigste sei die permanente Steigerung von schon vorhandenen Spielkenntnissen und strategischen Fähigkeiten, erklärt Schach-Experte Pfeifer. Ein spezielles Training hat er vor dem entscheidenden Wochenende nicht angesetzt. „Alle vier Spieler haben ihre eigene Methode, gemeinsames Üben hilft da nicht.“
Stefanie und Nikita konnten sich sogar noch einen weiteren Titel sichern. Sie waren an ihrem jeweiligen Brett die Turnierbesten und bekamen einen zusätzlichen Pokal.
Stefanie Düssler ist mittlerweile sogar die beste niedersächsische Schachspielerin in der Altersklasse U18. Doch sie bleibt bescheiden: „Das macht mir halt Spaß. Aber ich gehe auch gern Fußball spielen.“
Gelassenheit und Nervenstärke sind offenbar der Weg zum (Schach-)Erfolg. Das bewies der Neuntklässler Nikita auch beim Fototermin mit unserer Zeitung. Eigentlich saß er mitten in einer Klassenarbeit. Aber die ließ er kurzerhand für eine Viertelstunde außer Acht.