(Foto vergrößern...)
Diese Truppe vom Gymnasium Oesede vertritt beim Planspiel Olmun die Interessen von Spanien, Island, Costa Rica und Ägypten. Foto: Egmont Seiler
|
|
Die spielerische Veranstaltung simuliert den Ablauf einer UN-Vollversammlung in täuschend echter Weise. So haben sich die Jugendlichen im Vorfeld in verschiedenen Komitees eingeschrieben. Die Gymnasiasten aus der Hüttenstadt vertreten die Interessen von Spanien, Island, Costa Rica und Ägypten. Seit den Osterferien haben sie ihre eigenen Resolutionen ausgearbeitet. Diese werden nun in den Sitzungen vorgetragen, um auf diese Weise anderen „Nationen“ von ihren politischen Zielen zu überzeugen. Nach tagelangen Diskussionen wird jedes Komitee seine demokratisch entworfene Resolution der Generalversammlung vorlegen. Alle Verhandlungen werden in englischer Sprache geführt. „Das ist eine große Herausforderung für die Schüler“, erklärt Lehrer Mark Stoltenberg, der das Projekt begleitet.
|
Deshalb wurde im Vorfeld das politische Fachvokabular gepaukt. Denn wenn die jungen Diplomaten ihre Argumente nicht deutlich und überzeugend darlegen können, werden die Vertreter der Nachbarländer schwer zu überzeugen sein.
Doch bei der viertägigen Konferenz soll nicht nur die politische Bildung im Vordergrund stehen. „Das ist eine tolle Gelegenheit, Schüler aus der ganzen Welt kennenzulernen“, betont die Zwölftklässlerin Luisa Becker. Sie hat als Einzige aus der Oeseder Diplomatengruppe schon einmal an dem Planspiel in Oldenburg teilgenommen. „Das Nachtleben dort ist auch nicht zu verachten.“ Ihr Mitschüler Stephan Pohlmann will vor allem politische Erfahrung sammeln. „Ich erwarte mir innovative Antworten auf die globale Wirtschaftskrise.“
Die erarbeiteten Resolutionen der nachgestellten Vollversammlung wandern übrigens im Anschluss nicht etwa in den Müll. Die Ergebnisse der mittlerweile zehnten Olmun landen direkt auf dem Schreibtisch von UNO-Generalsekretär Ban ki moon.
|