Mensabetreiber Dieter Fuchs, der vor dem Mittagsstart, der im August vergangenen Jahres erfolgte, mit seiner Frau 15 Jahre die Gymnasium-Cafeteria betrieben hat: „Die Frequenz ist derzeit für einen wirtschaftlichen Betrieb einfach zu gering und reicht nicht, um zusätzliches Personal vorzuhalten.
“ Der Mittfünfziger setzt auf das Prinzip Hoffnung: „Ich gehe davon aus, dass sich der Trend zu Ganztagsangeboten durchsetzt, und dann ist mittags auch an den anderen Tagen der Woche Leben im Saal.“
Eine Perspektive, die auch der Landkreis als Schulträger hat. Fachdienstleiter Dreier: „Wir haben die Mensa ja mit Blick auf die Bewegung gebaut, die in Sachen Ganztagsangebote derzeit allgemein im Schulbereich herrscht. Die Rahmenbedingungen am Standort stimmen in dieser Hinsicht. Alles andere ist jetzt eine Sache der Schule.“ Und hier wird nach Auskunft von Ernst Rüth, kommissarischem Schulleiter am Gymnasium Oesede, derzeit der Bedarf geprüft.
Für Mensa-Betreiber Fuchs ist das allerdings keine Aussicht auf eine schnelle Änderung der Situation. Allerdings kommt ihm der Landkreis bei den Kosten entgegen. Für das erste Jahr wird auf Pacht verzichtet – nur die laufenden Kosten werden in Rechnung gestellt. Der Gastro-Fachmann: „Trotzdem ist das finanziell alles sehr eng, da wir nicht auf Aufwärmportionen setzen, sondern die Mahlzeiten frisch zubereiten.“
Zum neuen Schuljahr ist aber Besserung in Sicht. Die Realschule hat die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule mit Nachmittagsangeboten an drei Tagen beantragt. Zurzeit laufen Gespräche, dass die Mensa, die zwischen Realschule und Gymnasium liegt, die Mittagessen liefert. |